Autotuning - eine Leidenschaft
Der Begriff des Tunings stammt aus den 50er Jahren. Damals ging es, im Unterschied zu heute, noch viel mehr darum, die Leistungen des Fahrzeugs zu verbessern. Die Optik stand dabei nur wenig oder fast gar nicht zur Debatte. Auf die Leistungssteigerung kam es an.
Um diese zu Optimieren gebrauchte man allerdings Hilfsmittel wie Spoiler oder leistungsfähigere Bremsanlagen.
Erst Anfang der 70er Jahre entwickelte sich das Tuninggeschäft immer mehr in die Richtung des "Showtunings". Der Wagen sollte nun auch optisch etwas hermachen. So wurden Originalteile, z.B. Front- und Heckschürzen und die Motorhaube entfernt und durch Blicke auf sich ziehende, auffällige Glasfaser-Kunststoffteile ersetzt.
Den Höhepunkt des reinen optischen Tunens erreichte wohl Rapper Xzibit, der Moderator der populären MTC-Serie "Pimp my Ride".
In dieser ging es darum alte Karren von Kandidaten, die sich für die Sendung beworben hatten, aufzumotzen. Das "Innenleben" eines Autos, sprich der Motor oder das Fahrwerk standen dabei nur wenig oder überhaupt nicht zur Debatte. Vielmehr beschränkte sich der Rapper auf eine extravagante Innenausstattung der ehemaligen Rostlaube und eine spektakuläre Außenansicht, die er mit Hilfe von speziellen Lackierungen, Zierfelgen, Spoilern, etc. erreichte.
Nicht selten wurden in die Autos allerhand Schnick-Schnack eingebaut, der von Flachbildschirmen, über Musikanlagen, Aquarien, Espressomaschinen oder Whirlpools reichte.
Ganz so verrückt sind die Autotuner natürlich im Normalfall nicht, doch der Trend, mit seinem Gefährt aufzufallen reißt weiterhin nicht ab.